wurde nach den Vorstellungen in Freiburg auch in St. Gallen, Schweiz aufgeführt! Theater R.A.B. bot vom 5. bis 8. November 2006 eine Veranstaltungsreihe über Christian Wentzinger an. Das Leben des Barockkünstler (1710-1797), der für die Statuen, Stukkatur und Malereien der St. Galler Stiftskirche verantwortlich war – und somit die Geschichte St. Gallens mit der Freiburger Geschichte verbindet – ist Schwerpunkt dieser Veranstaltungensreihe. In Zentrum steht die Inszenierung "Wentzingers Traum:" :

1767, Freiburg, in der Nacht: Der wohlhabende Künstler Christian Wentzinger hat sich schlafen gelegt. Seine Gedanken kreisen um die Frau, die an diesem Tag beerdigt wurde: Katharina Egg. Sie hatte Wentzinger aufgefordert, sein Leben den Armen zu widmen.



Im Traum öffnen sich Raum und Zeit. Sorgen und Hoffnungen nehmen Gestalt an. Die Zuschauer erleben Wentzinger im Spannungsfeld der kollektiven Umwälzungen seiner Zeit, die sein Leben und seine Stadt tiefgreifend verändern.



"Wentzingers Traum" vereint Schauspiel, Maskentheater, Tanz und Musik, und schlägt die Brücke zwischen Barock und Moderne, um eine einmalige Geschichte zu erzählen.

Die Badische Zeitung schrieb:

"Kunst contra Humanität, individuelles Glücksstreben im Konflikt mit sozialer Verantwortun ... in fast atemlosen Wechsel werden die Stationen Christian Wentzingers Ruhmes aufgerollt, verweben sich Vor- und Rückschau, Traum und Wirklichkeit..."
... "Was die Inszenierung trägt, ist die Magie der Masken ... In ihrer eindrücklichen Skurrilität schaffen sie es, innere Bilder und zauberhafte Momente zu initiieren. Überhaupt sprüht diese Produktion vor Fantasie
... eine hochambitionierte Inszenierung, die das Zeug hätte, großen und auch kleinen Zuschauern ein Stück Freiburger Geschichte berührend nahe zu bringen."





Es spielen: Isabella Bischoff, Franziska Braegger, Olaf Creutzburg, Asabe Mast, Bernd Niedecken, Uta Salewski, Martin Schley und Jochen Ströhle.

Regie & Masken: Len Shirts
Musik: Ro Kuijpers


Besucherstimmen:

"Eine wirklich unvergessliche Aufführung war das! Beklemmend, wie Ihr uns Vergänglichkeit dargestellt habt, Eitelkeit, Unterwürfigkeit und die Zerbrechlichkeit des Menschenlebens. Diese ausdrucksstarken tänzerischen Bewegungen, mit denen Ihr skurrile Traumbilder herausformt, diese unglaublichen Masken, diese ganze Hintergründigkeit und Tiefsinnigkeit verursachen mir noch immer Gänsehaut.
Ja, so dürfte es aussehen, das große Welttheater, aus der zeitlichen Distanz betrachtet. Ich bin sehr berührt und bedanke mich für diesen beeindruckenden Theater-Abend."
Heidi Knoblich (Autorin historischer Romane).






aktualisiert: 19.06.2007
Webdesign: STERNWERKSTATT